Es ist das am wenigsten bevölkerte Land Mittelamerikas.
Die 300.000 Einwohner zählende Bevölkerung besteht aus einer Mischung verschiedener Rassen und Nationalitäten, die in diesem langen Saum, der sich eingeklemmt zwischen Guatemala und dem Karibischen Meer hinzieht, harmonisch miteinander auszukommen scheinen.
Von Norden nach Süden führt eine einzige Straße durch das Land.
Zu den Zeiten der Mayas gab es natürlich keine Grenze mit Guatemala. Folglich leben heute Mayas vom Stamm der Mopán und Kekchi auf beiden Seiten der Grenze.
Die Bevölkerung verteilt sich ungefähr folgendermaßen:
Kreolen 40%,
Mestizen 15%,
Garifunas,
Kekchi-Mayas,
Mopán-Mayas,
und 15.000 Mennoniten.
Nicht nur der Verzehr von Kakao hat große Tradition, sondern auch seine Verwendung als kulturelles Element.
An einem heute sehr isolierten Ort hat man ein Grab mit menschlichen Gebeinen und Objekten eines Verstorbenen gefunden, worunter auch 5 Kakaobohnen.
Die Zahl 5 scheint eine besondere Bedeutung gehabt zu haben.
In manchen Ländern Mittelamerikas enthält die Mitgift auch heute noch 5 Kakaobohnen.
Die Verwendung von Kakao als Getränk ist in Belize immer noch weit verbreitet, vor allem im Süden des Landes.
Die Zubereitung besteht entweder einfach aus gemahlener Kakaomasse und Wasser.
Oder man fügt teils auch Pfeffer oder Zimt hinzu. Vermischt wird das Ganze mit der Hand.
Belizes Kakaoanbauregion befindet sich im Süden des Landes.
Die Produktion ist relativ gering, genau wie die von den Farmern erzielten Preise.
Für organischen Kakao erhalten sie eine Prämie von 14 Belize-Dollarcents pro Pfund Kakao und 18 Cents für Fair-Trade-Kakao.
Dies ergibt ± 2,3 US $ pro Kilo Kakao, was sehr wenig ist.
In Belize gibt es zwei Maya-Sprachen: Mopán und Kekchi.
In beiden Sprachen ist das Wort Kakaw für Kakao dasselbe. Doch die Übersetzung von "warmes Wasser" ist leicht unterschiedlich. Sie lautet mehr oder weniger "Choco-ha" ("choco" = warm und "ha" = Wasser).
Das Wort "Metate" wird mit "Ka" übersetzt.

auf dem Weg nach der Plantage von Saul Garcia

Saul Garcia kommt zurück von seiner Plantage


eine kleine aber aggressive Schildkröte

das Rösten von Kakaobohnen

das Schälen


das Mahlen

Vorbereitung der Kakaomasse.
Sie wird in Kugel aufbewahrt, die dann in Wasser aufgelöst werden um das Getränk vor zu bereiten.


Patricia Sho-Mes
