|
Costa Rica
Die Kakaoproduktion in diesem Land hat stark nachgelassen, was auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Allen voran ist eine Pilzinfektion Namens "Moniliasis" daran Schuld, dass zahlreiche Anpflanzungen vernichtet wurden. Die Vorbereitung auf und die Information der Bauern über diese Baumerkrankung war zu lückenhaft, um sie erfolgreich bekämpfen zu können. Außerdem war der Kakaopreis derart gesunken, dass die Bauern sich anderen Kulturen wie dem Bananen- oder Ananasanbau zugewandt haben. Im Ergebnis bedeutete dies ein Produktionsrückgang von rund10.000 t Kakao auf knapp 1.500 t Kakao. Der größte Anteil
des in Costa Rica angebauten Kakaos gehört der Sorte
Trinitario an.
Was den Wind- und
Sonnenschutz anbelangt, haben wir festgestellt, dass der
Eukalyptusbaum häufig windabweisend eingesetzt wird. Weitere, zu diesen Zwecken verwendete Bäume sind Leurel, Cedro, Corobolo, Ronron und Cenisaro. Der Bananenanbau
ist nur schwer mit dem Kakaoanbau vereinbar, da die
Bananen bei der Ernte keinesfalls beschädigt werden
dürfen, was wegen der Kakaoplantagen sehr schwierig ist.
Der Kakao wird zwei Mal jährlich geerntet. Die erste, wichtigste Ernte findet von November bis Januar statt. Von Mai bis Juni findet eine kleinere Ernte statt.
Pro Hektar werden rund 1.100 Bäume angepflanzt, die einen Ertrag von 1.500 kg/ha erbringen. Angesichts des wiederauflebenden Interesses für den Kakaoanbau bei den Bauern des Landes sowie auch der steigenden Nachfrage an Originalkakaos weltweit, nimmt die Kakaoproduktion in Costa Rica erneut zu.
Auf der besichtigten Plantage leben davon 5 oder 6. Sie werden von einer Person betreut/überwacht, die durch das Museum von Milwaukee, USA, für seine Arbeit vergütet wird.
![]()
|